Samstag, 27. Dezember 2014

Spass bei der Terrakotta-Armee

Ein weiteres Highlight Chinas, das vor allem auch jeder schon einmal gehört hat, ist natürlich die Terrakotta-Armee in Xian. Für die Reise haben wir, Shakira (eine Taiwanesin, ihren richtigen Namen kenne ich zwar, kann ihn aber weder schreiben noch aussprechen. Daher ihr englischer Name), Lotte, Tobias, Yorck und Dennis (mein Mitbewohner aus Hongkong, natürlich auch nur sein englischer Name), uns für einen Nachtzug von Peking nach Xian entschieden.


In dem Moment in dem man die Train Tickets kauft ist einem immer nie so wirklich bewusst wie groß diese Entfernungen wirklich sind. Aber es ist dann doch immer ne Ecke weit weg. Für diesen Trip hatten wir cleverer weise einen "Hard Sleeper" gebucht, also einen Platz im Schlafwagen mit Bett. In diesen kann man echt erstaunlich gut schlafen und reisen, sehr angenehm.

Und in dem Moment in dem man losfährt mit dem Gedanken dass man in einer kleinen Provinz Stadt ankommt die eben um diesen großartigen Schatz der Geschichte, die Terrakotta Armee, entstanden ist liegt man sehr falsch. Mit 7,8 Mio Einwohnern ist sie doppelt so groß wie Berlin, eben eine Millionen-Stadt. Nach dieser ersten Erkenntnis haben wir einen Bus vom Bahnhof, der natürlich auch entsprechend groß ist, zur Terrakotta Armee genommen.

Die Ausgrabungsstätte ist aufgeteilt in Hallen von denen man verschieden Teile der Armee besichtigen kann. Hier der Eingang zur Haupthalle:

Das Wetter war eher mäßig.

In der größten Halle bietet sich einem dann das Bild was jeder schon mal irgendwo gesehen hat. Eine riesige Halle in der die überlebensgroßen Soldaten stehen. 


Kaiser Qin_Shihuangdi gab den Auftrag zur Errichtung dieser Jungs bei Antritt seiner Regentschaft. In den Hauptzeiten waren angeblich bis zu 700.000 Arbeiter hier zugegen. Sie sollten dem Kaiser nach seinem Ableben im Reich der Toten helfen weiter seinen Erfolg zu sichern.


Jeder Soldat hat ein individuelles Gesicht

Hier setzen unter der Woche Restaurateure weitere Soldaten zusammen und versuchen sich daran die Farbe zu konservieren. Alles noch in der großen Halle

Als die Soldaten 1974 gefunden wurden waren es nur bemalte Scherben. Aber nachdem jeder Soldat wieder zusammengesetzt war ging mit der Zeit die Farbe verloren. Deswegen sind im Moment auch die Ausgrabungen gestoppt und werden erst wieder aufgenommen wenn es eine sichere Möglichkeit gibt die Farbe auf den Tonscherben zu erhalten. 

In diesem Zustand waren die meisten Soldaten als sie ausgegraben wurden.

In einer weiteren Kammer befinden sich die Offiziere der Armee. 


Einer der Kommandeure, speziell ausgestellt in einer Glasvitrine

Streitwagen

Entdeckt wurde die Armee von einem Bauern der ein Loch für einen Brunnen graben wollte. Witziger weise gibt es diesen Bauern immer noch und er durfte sogar weiter einen neuen Job in der gleichen Gegend  ausführen. Er signiert nun Bücher im Terrakotta-Armee Museums Shop....


Neben den ganzen Armeen und Soldaten wird auch noch eine weitere Kammer mit dem begrabenen Kaiser und weiteren Schätzen in der Gegend vermutet. Aber solange es keine Möglichkeit gibt diese verlustfrei zu restaurieren werden keine Versuche unternommen dieses Grab zu öffnen. 

Ein kulturell-spassiger Höhpunkt.





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