Schon vor dem Aufbruch nach Peking hatte ich mir vorgenommen in Peking zum Friseur zu gehen und mich auch über die Frisur einen auf guten Integration zu machen. Nachdem mir Kevin, der gute chinesische Kumpel, den Friseur seines Vertrauens verraten hab bin ich da alleine aufgeschlagen. Als ich dort ankam wurde ich erst mal nur vorsichtigt angeschaut. Als dann klar war dass ich bitte eine Frisur für 68¥, etwa 8,50€, gings auch schon los: welche Frisur ich denn möchte? Verstanden habe ich das nicht, aber der nette Herr Friseur hat mir auf seinem Handy die bing.com Übersetzung gezeigt. Allerdings kamen wir da irgendwie nicht auf einen gemeinsamen Nenner, er wollte einfach nicht anfangen. Dann hab ich schnell ein Bild von Schweinsteiger gegoogelt (mit der aktuellen Frisur, nicht die wasserstoffblond-gefärbten Haare) und mit Pantomime versucht zu signalisieren dass er die Seiten rasieren soll und oben ein bisschen kürzer machen. Dann kam er aber wieder mit seiner Handy Übersetzung an und wollte mir eine "perm" machen. "I make good perm. You look good with perm." Nachdem ich dann "perm" übersetzt habe war mir klar dass er mir eine Dauerwelle verkaufen wollte. War mir dann bis zu dem Zeitpunkt auch recht bis er auf einmal "extra fee" auf seinem Handy gezeigt hat. Ab da konnte er dann doch plötzlich nur rasieren und schneiden:
Während der Gute dann anfing meine Haare zu schneiden wurde es immer mehr Leute um uns herum. Mir kam es so vor als würde seine Friseur Kollegen ihm Tipps wie er das mit diesem Riesen-Schädel am besten machen sollte. Aber wahrscheinlich haben sie ihn nur ausgelacht weil er sich mit dieser Langnase rumschlagen muss. Erst als ich zum Schluss das Foto machen wollte sind sie verschwunden.
Am nächsten Tag hatten wir dann das erste mal Unterricht, der Ernst beginnt! Sonntag von 8:30 bis 17:30 hat uns Professor C., ein liebenswürdiger kleiner Franzose mit lichtem, schwarz gefärbten Haar, etwas über Luxury Industry Management erzählt.
Nachdem dieser Kurs rum war durften wir in ein neues Dorm umziehen. Anscheinend wir unser altes renoviert. In diesem teilt sich ein ganzes Stockwerk 6 Duschen und Toiletten, und es sind 3 Leute pro Room. Nicht mehr ganz so privat, aber dafür alles neu und wir haben sogar einen eigenen Kühlschrank im Zimmer!
Der Bus vollgepackt vom alten Dorm ins neue.
Die Matratzen waren sogar noch eingeschweißt
Da Professor Cognard uns direkt bis nächste Woche ein Paper aufgegeben hat zu schreiben war am nächsten Tag das erst mal dran. Am Abend waren wir dann noch gemeinsam bei einem Koreaner neben dem neuen Wohnheim. Dort gab es dann leckere Spießchen. Allerdings auch den wohl schärfsten Tintenfisch den ich je gegessen hatte. Am Tischen haben die Leute angefangen zu schwitzen und zu weinen. Für die Kellner und die restlichen Gäste bestimmt ein amüsanter Anblick. Ein großer Spass!





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