Freitag, 19. September 2014

Central Business District

Nachdem Yorck und ich am nach Downtown, eher der Business District, zum Mittagessen gefahren sind haben wir uns spontan entschieden den höchsten Tower Beijings von Innen zu bestaunen. Frei nach dem Motto: mal schauen wie hoch wir kommen. Das Gebäude ist das China World Trade Center III mit 330m Höhe. War dann letztendlich doch nicht so schwer da ganz oben ein Kaffee war in dem wir uns für jeweils 6€ (!) ein Kaffeetscherl bestellt haben. Dafür direkt am Fenster in schönen großen Sesseln. Und Free Wifi. Und Nüsschen. Sind dann 4h später auch erst wieder aufgebrochen nachdem der Kellner uns "unauffällig" die Rechnung gebracht hat.
Das China World Trade Center III
Oben angekommen haben wir es uns ein klein wenig gut gehen lassen, mit diesem herrlichen Blick:
Links im Bild, nur zu Hälfte zu sehen, das CCTV Gebäude. Headquarter des chinesischen Staatsfernsehens:
Wieder einmal ein sehr spassiger Ausflug!



Dienstag, 16. September 2014

Spass in Peking, der Ernst des Auslandssemesters beginnt

Die ersten 10 Tage sind gut vergangen und ich mal wieder hatte extrem viel Spass!
Schon vor dem Aufbruch nach Peking hatte ich mir vorgenommen in Peking zum Friseur zu gehen und mich auch über die Frisur einen auf guten Integration zu machen. Nachdem mir Kevin, der gute chinesische Kumpel, den Friseur seines Vertrauens verraten hab bin ich da alleine aufgeschlagen. Als ich dort ankam wurde ich erst mal nur vorsichtigt angeschaut. Als dann klar war dass ich bitte eine Frisur für 68¥, etwa 8,50€, gings auch schon los: welche Frisur ich denn möchte? Verstanden habe ich das nicht, aber der nette Herr Friseur hat mir auf seinem Handy die bing.com Übersetzung gezeigt. Allerdings kamen wir da irgendwie nicht auf einen gemeinsamen Nenner, er wollte einfach nicht anfangen. Dann hab ich schnell ein Bild von Schweinsteiger gegoogelt (mit der aktuellen Frisur, nicht die wasserstoffblond-gefärbten Haare) und mit Pantomime versucht zu signalisieren dass er die Seiten rasieren soll und oben ein bisschen kürzer machen. Dann kam er aber wieder mit seiner Handy Übersetzung an und wollte mir eine "perm" machen. "I make good perm. You look good with perm." Nachdem ich dann "perm" übersetzt habe war mir klar dass er mir eine Dauerwelle verkaufen wollte. War mir dann bis zu dem Zeitpunkt auch recht bis er auf einmal "extra fee" auf seinem Handy gezeigt hat. Ab da konnte er dann doch plötzlich nur rasieren und schneiden:
Während der Gute dann anfing meine Haare zu schneiden wurde es immer mehr Leute um uns herum. Mir kam es so vor als würde seine Friseur Kollegen ihm Tipps wie er das mit diesem Riesen-Schädel am besten machen sollte. Aber wahrscheinlich haben sie ihn nur ausgelacht weil er sich mit dieser Langnase rumschlagen muss. Erst als ich zum Schluss das Foto machen wollte sind sie verschwunden.

Am nächsten Tag hatten wir dann das erste mal Unterricht, der Ernst beginnt! Sonntag von 8:30 bis 17:30 hat uns Professor C., ein liebenswürdiger kleiner Franzose mit lichtem, schwarz gefärbten Haar, etwas über Luxury Industry Management erzählt.
Nachdem dieser Kurs rum war durften wir in ein neues Dorm umziehen. Anscheinend wir unser altes renoviert. In diesem teilt sich ein ganzes Stockwerk 6 Duschen und Toiletten, und es sind 3 Leute pro Room. Nicht mehr ganz so privat, aber dafür alles neu und wir haben sogar einen eigenen Kühlschrank im Zimmer!
Der Bus vollgepackt vom alten Dorm ins neue.
Die Matratzen waren sogar noch eingeschweißt

Da Professor Cognard uns direkt bis nächste Woche ein Paper aufgegeben hat zu schreiben war am nächsten Tag das erst mal dran. Am Abend waren wir dann noch gemeinsam bei einem Koreaner neben dem neuen Wohnheim. Dort gab es dann leckere Spießchen. Allerdings auch den wohl schärfsten Tintenfisch den ich je gegessen hatte. Am Tischen haben die Leute angefangen zu schwitzen und zu weinen. Für die Kellner und die restlichen Gäste bestimmt ein amüsanter Anblick. Ein großer Spass!


Donnerstag, 11. September 2014

Spass in Peking und Umland, Sightseeing Part II

Hallo Freunde, Verwandte und Bekannte!

Mir geht es immer noch gut! Hab wieder sehr viele schöne Dinge erleben und neue Leute kennen lernen dürfen.
Am 9.9. waren Yorck und ich zusammen den Sommerpalast der ehemaligen Kaiser besuchen. Tobi konnte uns leider nicht begleiten da es ihn hier als ersten mit Magen-Darm Spass erwischt hat. Der Sommerpalast war die Residenz des Kaisers wenn er keine Lust mehr auf seinen staubigen und riesigen Palast hatte, und neben der Mauer und der Verbotenen Stadt auf der obligatorischen Liste der größten Highlights Pekings. Der Palast an sich ist eher eine "kleinere" (in chinesischen Maßstäben) Anlage, dafür mit einem umso größerem See. Kaiser Qianlong lies den Kunming-See im 18. Jhd von 100.000 Arbeitern ausheben. Nachdem im zweiten Opiumkrieg (1888) Engländer und Franzosen den Palast verwüsteten ließ ihn Kaiserin Cixi komplett neu und deutlich größer wieder aufbauen. Das Geld dafür war eigentlich zur Modernisierung der Marine vorgesehen. Um diesem Budget-Topf dennoch "richtig" zu verwenden lies Cixi dafür ein Schiff aus Marmor an das Ufer des See bauen. Die Anlage an sich ist um einen Hügel herum gelegen, mit dem Haupttempel auf der Spitze des Hügels, mit Blick über den See auf der einen, und auf die Stadt auf der anderen Seite.
Der, gewohnt gigantische, Eingang in die Anlage.
Gebäude am Rande des Hügels.
Nach diesem Tor beginnt der Aufsieg auf den Hügel.
Schon ein wenig über der Stadt.
Ein kleiner Nebentempel, schon fast auf der Spitze.
Der Blick von der Seite des Sees auf den obersten Tempel, der den" Buddha mit den 1000 Händen" beheimatet.  
Der Blick vom obersten Tempel auf den See. Knapp über dem mittleren Schiff ist eine kleine Insel, die wir im Anschluss zu Fuß besucht haben.
Was immer öfter auffällt ist das Chinesen an ALLEN Orten es schaffen ein Mittagsschläfchen zu halten.
Während wir eine kurze Verschnaufpause gemacht haben lag dieser Herr die komplette Zeit und hat sich dort erholt.
Das Marmorschiff, statt die Marine zu modernisieren.
Der Blick von der vorher angesprochenen Insel auf die Anlage.

Am Tag darauf, 10.9., haben wir einheimischen Zuwachs zu unserer kleinen Gruppe bekommen. Ein Maschinenbau Student hatte die Nina tags zuvor am Campus angesprochen ob sie Deutsche sie und er mal mit zum Mittagessen kommen dürfe. Die Chance auf Kontakt haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es stellte sich heraus dass Kevin, so sein englischer Name, seinen chinesischen versuche ich erst gar nicht zu schreiben, ein unglaublich sympathischer Kerl ist. Er bot an mit uns eine Wanderung zu machen, was wir direkt in die Tat umsetzen. Er führte uns in die Duftberg. Und was sich seiner Beschreibung nach wie eine Wanderung anhörte wurde dann doch mehr und mehr zu Bergsteigen. War aber eine wirklich schöne Abwechslung ein wenig in die Natur zu kommen!
Und so etwas nach nur 1h Busfahrt aus Peking raus!
Oben angekommen gab es wieder einen Tempel, aber vor allem einen schönen Ausblick auf die Stadt. Hier ist mir das erste mal wirklich bewusst geworden wie rieeeeesig diese Stadt eigentlich ist:
 Das ist der Blick auf das, natürlich im Smog eingebettete, Stadtzentrum mit Fernsehturm. Aber nach links und rechts geht es noch mal jeweils einen weiteren Bildausschnitt weiter!
Hier der Blick auf den See des Sommerpalast mit der Insel im Mittelpunkt:
Am Abend waren wir dann noch mit Kevin in einer Bar und haben von ihm ein chinesisches Würfelspiel gelernt, und ihm im Austausch Mäxchen beigebracht. Ein, wie ihr euch vorstellen könnt, unglaublich witziger Abend!
So langsam hab ich damit alle großen Sightseeing Punkte Pekings bestaunen dürfen. Das nächste große Ding düfte wohl die Mauer werden. Aber für heute verabschiede ich mich, wünsche euch alles Gute und sage bis nächstes Mal und viel Spass!

Montag, 8. September 2014

Spass in Peking, Sightseeing Part I

Hallo ihr Lieben!
Hier sende ich Euch ein erstes Lebenszeichen und eine Wasserstandsmeldung: mir geht es hervorragend! Mein Darm funktioniert wie gewohnt, in meinem Bett wohnt kein Ungeziefer und die Menschen die ich kennengelernt habe sind sehr liebe Menschen. Aber ich erzähle mal von vorne.
Nach 17 Stunden von München nach Moskau nach Peking habe ich dort meine beiden Gepäckstücke angekommen und zum Beijing Institute of Technology (BIT) getaxelt. Hat eine Stunde gedauert, 100rmd gekostet. 12,50€. Hab mich dann zum International Dorm durchgekämpft, war dort keine 10 Minuten an der Rezeption und hab schon meinen Kommilitonen Yorck, ein Mit-Student von der TUM, getroffen. Haben dann zusammen unseren Room bezogen, hier ein paar Fotos.

Vorher hatte ich mir noch diese hübsche Bettwäsche an einem kleinen Shopt am Campus schneidern lassen:

Sind dann direkt weiter in eines der alten Wohnviertel von Peking, ein hutong. Ein hutong, übersetzt „schmale Gasse“, ist ein Wohnviertle mit Häusern die nicht größer als ein Stockwerk sind

Anscheinend sah es hier vor 50 Jahren noch in fast komplett Peking so aus


Inzwischen werden diese Viertel aber nicht mehr weiter platt gemacht und durch Malls ersetzt. Teilweise dürfen sie nicht mehr abgerissen werden, teilweise kaufen reiche Chinesen sich hier ein und bauen, unter der Voraussetzung dass es einem hutong ähnelt, sich neue Luxusanwesen hinter Mauern und mit Tiefgarage. Hier der Eingang zu so einer „historischen“ Villa.
Wir hatten Glück und haben eine Baustelle entdeckt an der gerade ein solches Anwesen entsteht und schnell einen Blick riskiert (inkl Tiefgarage für den BMW X5): 
Am Abend haben wir uns ein nettes Lokal gesetzt und Dumplings gegessen. Eine Art Maultaschen bei der man den Inhalt wählt, alle Arten von Fleisch, Gemüse oder Pilze, und die dann gekocht oder frittiert werden. In dieser Lokalität wurden die Dumplings vor unseren Augen gefüllt und zubereitet.
Mit diesem köstlichen Ergebnis!
Nach 30h wach und abgefüllt mit Dumplings und Eindrücken war dann auch mein erster Tag in Peking geschafft. Am nächsten Tag stieß dann Tobi, ein weiterer und letzer Kommilitone aus der TUM zu uns wir machten direkt mit Sightseeing in der Verbotenen Stadt weiter.
Hier der Eingang mit dem bekannten Bild von Mao. Die großen Feuerlöscher stehen anscheinend nicht dort "falls ETWAS anfängt zu brennen, sondern JEMAND..."

Das hier ist das erste Tor. Leider kommt auf den Bildern der Gigantismus nicht wirklich rüber, aber es ist einfach sehr sehr groß. 
Durch das obige Tor kommt man auf den ersten Platz. Dort ist ein nettes Flüsschen mit kleinen Brücken überspannt.
Nach diesem ersten Platz kommt der weitaus größere, zweite. In den Hochzeiten trafen sich hier jährlich 20.000 Beamte des Kaisers um sich selbst und das Reich zu bestätigen.
Am Ende dieses größten Platzes steht der erste von 3 Sälen in denen jeweils in Throns für den Kaiser vorbereitet war.
Weiter erwähnenswert war die nur aus Kacheln gebaute Nine Dragon Wall im nord-östlichen Teil der Stadt.
Es gab aber auch lauschigere Plätze in der Verbotenen Stadt, in denen es deutlich angenehmer war sich aufzuhalten. Hier kann ich mir den Kaiser und seine Konkurbienen gut beim lustwandeln vorstellen.
Am nördlichen Ende der Stadt richtet sich der Blick auf den Kohlehügel mit einem hübschem Tempel ontop.
Von diesem Punkt aus hat man, wenn kein Smog ist, einen wunderbaren Blick auf die Verbotene Stadt. Doch bevor wir auf diesen Hügel gestiegen sind haben wir am nächsten Tag die, etwas touristische, Foodstreet besucht. Hier gibt es alles was man einmal probiert haben kann/muss/sollte/besser gelassen hätte.
Ich habe, bis jetzt, Skorpion, Schlange, Made, Seepferdchen und Heuschrecken probiert. Schmeckt alles ungefähr nach dem Schwanz von einem Shrimp, ist hier nur anders gewürzt. Ein bisschen wie Pommes Gewürz. Nur das Seepferdchen hatte eine weitere fischige Note. Am meisten Überwindung haben mich bis jetzt die Hühnerfüße gekostet, vor allem wegen dem etwas hunderfutterartigem Geruch. Probleme mit meinem Magen und dem Rest des Verdauungstrakts habe ich bis jetzt, trotz vieler bestimmt gut gemeinter Warnung, keine bekommen. Bilder von allen meinen kulinarischen Höhepunkten werden in einem weiteren Blogpost folgen.
Hier zwei Fotos der Foodstreet.
Am nächsten Tag war wirklich sehr wenig Smog und wir haben einen tollen Tag auf dem vorher beschriebenen Tempel am nördlichen Ende der Verbotenen Stadt verbracht. 
Der Weg nach oben.
Der Blick über die verbotene Stadt bei so gut wie keinem Smog. Kommilitonen vom BIT mit denen ich unterwegs bin und die schon einmal hier oben waren meinten als sie da waren konnte man nur bis zum äußersten Rand der Mauer sehen...
Der Budda im Inneren des Tempels.
Und ein letztes Abschlussfoto mit der lieben Anna, einer Kommilitonin vom BIT, die ich hier kennengelernt habe. Da unsere Kurse glücklicherweise erst ab 22.9. anfangen haben wir die nächsten 1,5 Wochen noch schön viel Zeit für Sightseeing und weiteren Spass!

Falls ihr noch Interesse an weitern Blogposts habt kann ich euch den Blog von Yorck ans Herz legen:
Yorcks Blog