Hallo Freunde, Verwandte und Bekannte!
Mir geht es immer noch gut! Hab wieder sehr viele schöne Dinge erleben und neue Leute kennen lernen dürfen.
Am 9.9. waren Yorck und ich zusammen den Sommerpalast der ehemaligen Kaiser besuchen. Tobi konnte uns leider nicht begleiten da es ihn hier als ersten mit Magen-Darm Spass erwischt hat. Der Sommerpalast war die Residenz des Kaisers wenn er keine Lust mehr auf seinen staubigen und riesigen Palast hatte, und neben der Mauer und der Verbotenen Stadt auf der obligatorischen Liste der größten Highlights Pekings. Der Palast an sich ist eher eine "kleinere" (in chinesischen Maßstäben) Anlage, dafür mit einem umso größerem See. Kaiser Qianlong lies den Kunming-See im 18. Jhd von 100.000 Arbeitern ausheben. Nachdem im zweiten Opiumkrieg (1888) Engländer und Franzosen den Palast verwüsteten ließ ihn Kaiserin Cixi komplett neu und deutlich größer wieder aufbauen. Das Geld dafür war eigentlich zur Modernisierung der Marine vorgesehen. Um diesem Budget-Topf dennoch "richtig" zu verwenden lies Cixi dafür ein Schiff aus Marmor an das Ufer des See bauen. Die Anlage an sich ist um einen Hügel herum gelegen, mit dem Haupttempel auf der Spitze des Hügels, mit Blick über den See auf der einen, und auf die Stadt auf der anderen Seite.

Der, gewohnt gigantische, Eingang in die Anlage.
Gebäude am Rande des Hügels.
Nach diesem Tor beginnt der Aufsieg auf den Hügel.
Schon ein wenig über der Stadt.
Ein kleiner Nebentempel, schon fast auf der Spitze.
Der Blick von der Seite des Sees auf den obersten Tempel, der den" Buddha mit den 1000 Händen" beheimatet.
Der Blick vom obersten Tempel auf den See. Knapp über dem mittleren Schiff ist eine kleine Insel, die wir im Anschluss zu Fuß besucht haben.
Was immer öfter auffällt ist das Chinesen an ALLEN Orten es schaffen ein Mittagsschläfchen zu halten.
Während wir eine kurze Verschnaufpause gemacht haben lag dieser Herr die komplette Zeit und hat sich dort erholt.
Das Marmorschiff, statt die Marine zu modernisieren.
Der Blick von der vorher angesprochenen Insel auf die Anlage.
Am Tag darauf, 10.9., haben wir einheimischen Zuwachs zu unserer kleinen Gruppe bekommen. Ein Maschinenbau Student hatte die Nina tags zuvor am Campus angesprochen ob sie Deutsche sie und er mal mit zum Mittagessen kommen dürfe. Die Chance auf Kontakt haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es stellte sich heraus dass Kevin, so sein englischer Name, seinen chinesischen versuche ich erst gar nicht zu schreiben, ein unglaublich sympathischer Kerl ist. Er bot an mit uns eine Wanderung zu machen, was wir direkt in die Tat umsetzen. Er führte uns in die Duftberg. Und was sich seiner Beschreibung nach wie eine Wanderung anhörte wurde dann doch mehr und mehr zu Bergsteigen. War aber eine wirklich schöne Abwechslung ein wenig in die Natur zu kommen!
Und so etwas nach nur 1h Busfahrt aus Peking raus!
Oben angekommen gab es wieder einen Tempel, aber vor allem einen schönen Ausblick auf die Stadt. Hier ist mir das erste mal wirklich bewusst geworden wie rieeeeesig diese Stadt eigentlich ist:
Das ist der Blick auf das, natürlich im Smog eingebettete, Stadtzentrum mit Fernsehturm. Aber nach links und rechts geht es noch mal jeweils einen weiteren Bildausschnitt weiter!
Hier der Blick auf den See des Sommerpalast mit der Insel im Mittelpunkt:
Am Abend waren wir dann noch mit Kevin in einer Bar und haben von ihm ein chinesisches Würfelspiel gelernt, und ihm im Austausch Mäxchen beigebracht. Ein, wie ihr euch vorstellen könnt, unglaublich witziger Abend!
So langsam hab ich damit alle großen Sightseeing Punkte Pekings bestaunen dürfen. Das nächste große Ding düfte wohl die Mauer werden. Aber für heute verabschiede ich mich, wünsche euch alles Gute und sage bis nächstes Mal und viel Spass!