Samstag, 11. Oktober 2014

Spass in den Reisfeldern

Ich grüße Euch liebe Freunde!
Die Tage vom 30.9. - 08.10. waren hier in China die Nationalfeiertage, die Golden Week. Während dieser Zeit verreist die ganze Nation zu ihren Lieben nach Hause oder fährt in den Urlaub. Da natürlich auch in dieser Zeit nichts in der Uni los war haben Yorck und ich mich auf den Weg nach Guilin gemacht. Guilin ist eine, in China, bekannte Stadt für ihre Naherholungsgebiete. Im Norden der Stadt liegen Reisfelder, der Süden ist für seine Karst-Hügel bekannt.
Guilin liegt etwa 2,200km süd-westlich von Peking. Da in der Golden Week immer sehr viel los ist haben wir aber keinen Flug dorthin bekommen. Daher sind wir mit der Bahn gefahren:
27 Stunden,
Sitzplatz,
32€.
Für so wenig Geld würde ich wohl nirgends in der Welt eine so große Distanz zurücklegen können. Und werde ich auch nie wieder...
Es war eine sehr intensive Erfahrung: Chinesen die während der Fahrt Handtücher, Kopfhörer oder Schmuck verkaufen, Chinesen die alles was sie an Müll produzieren auf den Boden schmeißen, Chinesen die auf den Boden spucken, die in der Toilette schlafen da sie nur einen Stehplatz für die 27h gebucht haben, die sich mit 0,5l Schnaps am Abend Mut antrinken um dann mit mir über den FC Bayern München diskutieren, über League of Legends Strategien fachsimpeln, über koreanische und japanische Frauen ("das sind die besten") schwärmen, die uns zum Mittagessen einladen.

Ja, es werden neben Sitzplätzen auch Stehplätze verkauft
Bisschen Tand zum Zeitvertreib shoppen
Diese Handtücher haben extrem gute Saugkraft!
Und natürlich originale Apple Kopfhörer für fast umsonst. 
Er & ich waren, nachdem er seinen Schnaps fertig hatte, beide Fans des FCB
Irgendwann konnte aber jeder mal für 20min schlafen. Obwohl die ganze Nacht über die Lichter angelassen wurden.

Nachdem wir 27 Stunden später in Guilin angekommen haben wir uns dann eine Fahrt nach Ping'An gesucht. Ping'An ist ein Dorf im Norden, direkt in den Reisterrassen gelegen.


Die letzten Meter zum Hosten haben wir dann zu Fuß mit einigen anderen Touristen zurückgelegt:

Für diesen Trip waren wir dann in dem schönen, aber auch etwas touristischem Dorf Ping'An:

Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg gemacht die Reisterrassen zu erkunden. Aber zuerst das entsprechende Frühstück:

An diesem Tag sind wir 10 Stunden durch die Reisfelder in ein anderes Dorf gewandert. Dort haben wir überhaupt keine Touristen, weder chinesische noch internationale, getroffen. Am Anfang hat es etwas geregnet, was ein nur noch mystischere Stimmung hervorgerufen hat:
Der Blick auf das Dorf Ping'An in dem unser Hostel war.
Teilweise kam ich mir vor wie unterwegs in den Alpen
Der erste Blick auf Dorf in das wir gekommen sind. Dort gab es dann erstmal so was wie "Kaffee" (warme, schwarze Brühe trifft es eher).
Hier wieder auf dem Heimweg:
Zurück in Hostel gabs dann eine Spezialität dieser Gegend: in einem Bambusrohr angebratener/gekochter Reis:

Wie ihr wieder seht, es war ein wunderbar schöner  und spassiger Ausflug, die Natur eine willkommene Abwechslung zum grauen und versmoggten Peking. Für den Trip in den Süden Guilins zu den Karst Hügeln wird später ein weiterer Blog folgen. 








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