Dienstag, 14. Oktober 2014

Spass in den Karst Hügeln


Nach den Reisfeldern in Ping'An ging es weiter in den Süden von Guilin, nach Yangshou, bekannt vor allem für die Karst Hügel:
Zwischendurch sammelten Yorck und ich noch Christina auf, eine Kommilitonin aus Alicante.
Angekommen in Yangshou haben wir uns als erste Aktivität auf Kajak fahren duch den Li-River, zwischen den Hügeln, ausgesucht. Das war einfach herrlich. Auf dem Fluss begleitete uns ein Einheimischer auf einem motorisierten Bambusfloß. Da der gute Mann kein Englisch sprach erfolgte die "Sicherheitseinweisung" über Telefon. Nicht in der Mitte fahren, am Rand bleiben. Im Prinzip nicht so schwer.
Unser Aufpasser auf seinem Bambusfloß
Vorbei an Wasserbüffeln. 
2,5h durch eine unendlich schöne Landschaft.
Kleines Kajak-Selfie mit dieser überragenden Crew (Christian links, Yorck rechts)!

Am für die nächsten beiden Tage haben wir uns jeweils Räder geliehen und sind damit die Landschaft um Yangshou erkundet.
Auf diesen Bamboo-Rafts durch den Li-River sich chauffieren zu lassen war uns allerdings zu teuer. Hätte mehr gekostet als die Fahrt von Beijing nach Guilin, und das waren 2,200km! 

Ziel der ersten Radltour war der "Moonhill", ein Karst-Hügel mit Loch in der Mitte:
Oben angekommen hatten wir einen tollen Blick über die Landschaft: 
Dann ging es wieder weiter mitm Rad und es gab noch mehr Fotos
Wenn das Rad mal kaputt war gab es immer nette Leute die es, für ein Bier im zugehörigen Restaurant, repariert haben.

Zurück in der Yangshou habe ich mir dann ein chinesisches Schachspiel gekauft und direkt einen der Hostel Jungs herausgefordert. Ok, parallel hat er mir auch die Regeln beigebracht. Umso erstaunlicher ist, und das ist jetzt kein Witz, dass ich die Runde gewonnen habe! 

Zurück nach Beijing ging es dann Gottseidank in einem Schlafabteil. Interessant war hier wieder einmal die Landschaft:

Das war nun unsere wunderbar spassige Reise (ohne zu sehr auf die Chronologie zu achten). Ein sehr sehr großes Dankeschön geht raus an meine beiden Mitreisenden. Dafür dass sie diese tollen Bilder gemacht haben und es mir erlaubt haben diese zu benutzen, aber vor allem für die tolle Begleitung!

Im Moment sind wir am planen für einen Trip nach Hongkong, nach Shanghai und Xi'An (Terrakotta Armee). Mal sehen was davon alles klappt. Was es auch immer wird, ich werde davon berichten!

Samstag, 11. Oktober 2014

Spass in den Reisfeldern

Ich grüße Euch liebe Freunde!
Die Tage vom 30.9. - 08.10. waren hier in China die Nationalfeiertage, die Golden Week. Während dieser Zeit verreist die ganze Nation zu ihren Lieben nach Hause oder fährt in den Urlaub. Da natürlich auch in dieser Zeit nichts in der Uni los war haben Yorck und ich mich auf den Weg nach Guilin gemacht. Guilin ist eine, in China, bekannte Stadt für ihre Naherholungsgebiete. Im Norden der Stadt liegen Reisfelder, der Süden ist für seine Karst-Hügel bekannt.
Guilin liegt etwa 2,200km süd-westlich von Peking. Da in der Golden Week immer sehr viel los ist haben wir aber keinen Flug dorthin bekommen. Daher sind wir mit der Bahn gefahren:
27 Stunden,
Sitzplatz,
32€.
Für so wenig Geld würde ich wohl nirgends in der Welt eine so große Distanz zurücklegen können. Und werde ich auch nie wieder...
Es war eine sehr intensive Erfahrung: Chinesen die während der Fahrt Handtücher, Kopfhörer oder Schmuck verkaufen, Chinesen die alles was sie an Müll produzieren auf den Boden schmeißen, Chinesen die auf den Boden spucken, die in der Toilette schlafen da sie nur einen Stehplatz für die 27h gebucht haben, die sich mit 0,5l Schnaps am Abend Mut antrinken um dann mit mir über den FC Bayern München diskutieren, über League of Legends Strategien fachsimpeln, über koreanische und japanische Frauen ("das sind die besten") schwärmen, die uns zum Mittagessen einladen.

Ja, es werden neben Sitzplätzen auch Stehplätze verkauft
Bisschen Tand zum Zeitvertreib shoppen
Diese Handtücher haben extrem gute Saugkraft!
Und natürlich originale Apple Kopfhörer für fast umsonst. 
Er & ich waren, nachdem er seinen Schnaps fertig hatte, beide Fans des FCB
Irgendwann konnte aber jeder mal für 20min schlafen. Obwohl die ganze Nacht über die Lichter angelassen wurden.

Nachdem wir 27 Stunden später in Guilin angekommen haben wir uns dann eine Fahrt nach Ping'An gesucht. Ping'An ist ein Dorf im Norden, direkt in den Reisterrassen gelegen.


Die letzten Meter zum Hosten haben wir dann zu Fuß mit einigen anderen Touristen zurückgelegt:

Für diesen Trip waren wir dann in dem schönen, aber auch etwas touristischem Dorf Ping'An:

Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg gemacht die Reisterrassen zu erkunden. Aber zuerst das entsprechende Frühstück:

An diesem Tag sind wir 10 Stunden durch die Reisfelder in ein anderes Dorf gewandert. Dort haben wir überhaupt keine Touristen, weder chinesische noch internationale, getroffen. Am Anfang hat es etwas geregnet, was ein nur noch mystischere Stimmung hervorgerufen hat:
Der Blick auf das Dorf Ping'An in dem unser Hostel war.
Teilweise kam ich mir vor wie unterwegs in den Alpen
Der erste Blick auf Dorf in das wir gekommen sind. Dort gab es dann erstmal so was wie "Kaffee" (warme, schwarze Brühe trifft es eher).
Hier wieder auf dem Heimweg:
Zurück in Hostel gabs dann eine Spezialität dieser Gegend: in einem Bambusrohr angebratener/gekochter Reis:

Wie ihr wieder seht, es war ein wunderbar schöner  und spassiger Ausflug, die Natur eine willkommene Abwechslung zum grauen und versmoggten Peking. Für den Trip in den Süden Guilins zu den Karst Hügeln wird später ein weiterer Blog folgen. 








Mittwoch, 8. Oktober 2014

Spass beim Essen

Wie versprochen, hier ein paar exotische Dinge die ich bis jetzt probieren durfte. Ich rate beim anschauen dieser Bilder zur Vorsicht wenn: 1. Man Hunger hat (alles sehr lecker) oder 2. Gerade gegessen hat (könnte eklig ausschauen).
Die "interessanten" Dinge gibts meist an Straßenständen wie diesen, als eine Art Takeaway zum aus der Hand essen, zu kaufen:
Dieser gute Mann steht in der Nähe unseres Dorms und bereitet Art "Wraps" für hungrige Nachtschwärmer zu
Am besten schmecken diese Delikatessen wenn man spät Abends aus dem Club unterwegs nach Hause ist und noch Lust auf einen Snack hat.
Ein sehr schmackhafter, gegrillter Tintenfisch. Nur das Gewürz war etwas scharf.
Tintenfischarme, gegrillt. Unglaublich zart!
Das hier waren Seidenraupenmaden. Außen knusprig, innen eher glibberig. Sehr nussig. 
Dann gab es hier noch 2 verschieden Arten von Füßen. Hier zuerst Hühnerfüße:
Rochen etwas unangenehm nach Hundefutter. Schmeckte aber wie labbrige Hähnchenhaut. Und wird interessanterweise in jedem Supermarkt eingeschweißt angeboten.
Die zweiten Füße waren Schweinefüße:
Diese sind etwa auch wie Schweinshaxe-Haut, nur nicht so cross. Wurden in diesem Restaurant mit Plastikhandschuhen serviert damit man sich nicht die Finger schmutzig macht beim Essen.
Diese Skorpione haben mich am positivsten überrascht! Etwa so gewürzt wie Pommes schmecken sie trotzdem etwas nach Krabben-Schwanz in Olivenöl angebraten. Wahnsinnig lecker. 
Irritierender Weise mit dem gleichen Pommes Gewürz verfeinert wie die Skorpione, schmeckt dieses Seepferdchen parallel auch etwas fischig.
Diesen Jungs haben mich am meisten "Überwindung" gekostet. Sie sehen halt doch bisschen abstoßend aus. Sind aber, wie die Skorpione, sehr gut. Wenn ich Heuschrecken aber irgendwann mal selber braten sollte würde ich sie mit Knoblauch marinieren
Vor zwei Tagen hat mir Kevin, ein chinesischer Kommilitone, dann allerdings bestätigt was ich schon vermutet hatte. Der normale chinesische Städter isst SO etwas (abgesehen von den Schweinefüßen, die haben Kevin auch sehr gut geschmeckt) auf keinen Fall. Das ist eigentlich nur für Touristen etwas meinte er, nationale sowie internationale. Das ist vielleicht auch der Grund warum der Chinese hier hinter mir so einen interessierten Blick auf meine Mahlzeit wirft.  

So werden diese Spezialitäten angeboten. Wobei ich noch keinen Seestern probiert habe. Auch nicht diese Reptilienafte-Flug-Irgendwas auf der linken Seite...
Diese, im ganze zubereiteten (ich vermute:) Küken muss ich mir auch noch einmal gut überlegen.

Nichtsdestotrotz habe ich von allen diesen leckeren Sachen keine Probleme mit meinem Körper bekommen! Und gegen allzu großes Heimweh nach bekannten Essen habe ich mich, auf guten Tipp von Yorck hin, glücklicherweise auch eingedeckt: